VON ANFANG AN // Teil II
Quelle:
http://querbinder.com/#category/1/73
Kai La Quatra
In dem sprichwörtlichen kalten Wasser fanden sich die 10 Studenten der MD.H wieder. Und schnell danach auf der Straße. Styleanalyse, Trendrecherche und Marktanalyse. Das waren die ersten Aufgaben, die die Studenten zu erledigen hatten.

Drei Monate hören sich im ersten Moment recht viel an, ist bei dem Pensum was geleistet werden muss jedoch nichts. Die Studenten teilten sich also in Gruppen auf, um so innerhalb von 14 Tagen die ersten Ergebnisse zusammen zu tragen. Dass man sich hier nicht immer nur nach Sympathie zusammenfinden, sondern eher nach dem Geschick und Können der Personen, zeigte sich, indem in einzelnen Bereichen etwas nachgearbeitet werden musste, und einige manches an Arbeit zusätzlich machten. Aber solche Dinge wurden besprochen, und zum Streiten ist bei diesen Zeitrahmen bekanntlich keine Zeit.

Nach ersten Meetings und die dabei grobe Festlegung der Ziele des Labels, fand die Marktanalyse um den Hackeschen Markt, die Hackeschen Höfe und der Gegend darum statt. "Wir planen unseren Pop Up Store zur Fashion Week am Hackeschen Markt zu haben, und haben uns deshalb auch bei den Recherchen auf diesen Standort konzentriert. Auch weil sich dort viele Jungdesigner konzentrieren" ,so Schrüppe McIntosh, eine der Studenten, die sich um die Marktanalyse kümmerte. Dass sie sich auch viel in den dort ansässigen Stores umschauten, hat weniger mit dem Kopieren etablierter Labels zutun, sondern:
"Es hat hauptsächlich dazu gedient einschätzen zu können, in welcher Preisklasse wir uns bewegen können und bis wohin ausgefallene Designs noch taugen, einer größeren Masse zu gefallen."
Die erste Definition des Labels kann man so umreißen: sportlich chic, kombinierbar. Viel Layring.
"Auf Experimente, sagt Victoria, wollen sie sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht einlassen. Wir haben uns natürlich auch überlegt, wie mutig wir sein wollen in der ganzen Sache. Ich persönlich glaube aber, dass wir vielleicht noch nicht weit genug sind im vierten Semester um uns richtig was zu trauen. Wir gehen auch ein hohes Risiko ein, ob es den Leuten gefällt und ob sie es überhaupt von einem unbekannten Label kaufen"

In den zwei Wochen, die seit der Bekanntgabe vergangen waren, mussten die Studenten natürlich auch sehr viel in ihrer Freizeit recherchieren und zusammentragen. Diese Eindrücke wurden auch sehr schnell in den ersten Skizzen und Entwürfen sichtbar. Dass sie nicht ganz so schlicht bleiben werden wie sie besprochen haben, sieht man schon in den ersten fertigen Nesselstücken.
Es ist noch viel zu tun bis zur Fashion Week, aber Ihr schaut bis dahin erst mal den zweiten Teil!










